Warum sind Blaualgen ein Problem?
Der Sommer hat gerade erst begonnen, und schon gibt es in Großbritannien und den USA Berichte über Blaualgenblüten. Das ist eines der wenigen Dinge, vor denen ein tragbarer Wasserfilter beim Schwimmen in der freien Natur oder beim Camping keinen Schutz bietet – daher solltest du in der Lage sein, sie zu erkennen.
Blaualgen sind eigentlich gar keine Algen – es handelt sich um eine Bakterienart, die als Cyanobakterien bezeichnet wird. Unter den richtigen Bedingungen können sich Cyanobakterien rasch vermehren und in Seen, Flüssen, Stauseen, Kanälen und Teichen zu großen Blüten bilden.
Was verursacht Blaualgenblüten?
Blüten entstehen am ehesten, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen:
- Warme Temperaturen (typischerweise im Sommer und im Frühherbst)
- Stehendes oder sehr langsam fließendes Wasser
- Sonnenlicht
- Hohe Nährstoffkonzentrationen, insbesondere:
- Phosphor (aus Düngemitteln, Abwasser, Reinigungsmitteln, tierischen Abfällen)
- Stickstoff (aus landwirtschaftlichen Abflüssen und Abwasser)
- Durch den geringen Wasseraustausch können sich die Bakterien ansammeln
Der Klimawandel führt in vielen Regionen zu einer Zunahme der Häufigkeit und Dauer von Algenblüten, da wärmere Temperaturen das Wachstum von Cyanobakterien begünstigen.
Warum sind Blaualgen gefährlich?
Manche Cyanobakterien produzieren Giftstoffe, die Menschen, Haustiere, Nutztiere und Wildtiere schädigen können. Ein Wasserfilter entfernt zwar die Cyanobakterien, nicht jedoch die von ihnen produzierten Giftstoffe.
Risiken für den Menschen
Eine Exposition kann erfolgen durch:
- Schwimmen oder Wassersport
- Versehentliches Verschlucken von verunreinigtem Wasser
- Einatmen von Wassertropfen oder Sprühnebel
Zu den Symptomen können gehören:
- Hautausschläge und Hautreizungen
- Augenreizung
- Magenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
- Kopfschmerzen und Fieber
- In seltenen Fällen können Schäden an der Leber oder am Nervensystem auftreten
Risiken für Hunde und andere Tiere
Nicht nur Menschen sind von den Giftstoffen betroffen; Hunde sind besonders anfällig, weil sie:
- In verschmutztem Wasser schwimmen
- Trinke aus Seen und Teichen
- Algen aus ihrem Fell lecken
Die Symptome können sehr schnell auftreten und unter anderem Folgendes umfassen:
- Erbrechen
- Schwäche
- Krampfanfälle
- Atembeschwerden
- Leberversagen
In manchen Fällen kann der Tod innerhalb weniger Stunden eintreten.
Auswirkungen auf die Umwelt
Blüten können außerdem:
- Verhindern, dass Sonnenlicht auf die Wasserpflanzen fällt
- Wenn sie sterben und verrotten, sinkt der Sauerstoffgehalt
- Fische töten
- Schädigt aquatische Ökosysteme
Woran erkennt man Blaualgen?
Zu den häufigsten Anzeichen gehören:
Optisches Erscheinungsbild
- Hellgrünes, blaugrünes, türkisfarbenes, braunes oder rötliches Wasser
- Oberflächenablagerungen, die folgenden Substanzen ähneln:
- Verschüttete
- Farbe
- Erbsensuppe Grüne Farbr
- este Dicke grüne Beläge
- Klumpen, die sich an den Ufern ansammeln, wohin der Wind sie treibt





Aussehen des Wassers
- Trübes oder verfärbtes Wasser
- Grüne Streifen oder Wirbel unter der Oberfläche
Geruch
Manche Blüten verströmen erdige, muffige, grasige oder nach Fäulnis riechende Düfte.
Ein einfacher Praxistest
Das ist zwar nicht ganz sicher, aber nimm doch mal einen Stock und stich damit hinein:
- Entengrütze besteht aus winzigen, schwimmenden Blättern mit sichtbaren Wurzeln.
- Algenblüten bilden meist Streifen, Schaumschichten oder farbenähnliche Beläge ohne erkennbare Blätter.
Man kann jedoch nicht allein anhand des Aussehens erkennen, ob eine Algenblüte giftig ist, und selbst eine kleine Blüte kann gefährliche Giftstoffe enthalten.

Sicherheitshinweise
Wenn Sie Wasser sehen, das verdächtig aussieht:
- Halt dich vom Wasser fern
- Halten Sie Kinder und Haustiere fern
- Trinken Sie kein Wasser direkt aus der Quelle – auch wenn Sie einen Wasserfilter haben
- Vermeiden Sie es, in dem betroffenen Gebiet zu angeln oder Wasser zu entnehmen
Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie jede Blaualgenblüte als potenziell giftig betrachten, bis die örtlichen Behörden das Gegenteil bestätigen. Es gibt häufig Meldungen über Blüten; informieren Sie sich daher vor Ihrer Reise in den lokalen Nachrichten und bei den Umweltbehörden. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Fehlen von Meldungen bedeutet, dass keine Blaualgen vorhanden sind; bleiben Sie wachsam.
Wir von LifeSaver empfehlen Ihnen stets, sich vorab über Ihr Reiseziel zu informieren und dasWasser zu wählen, dasam saubersten aussieht – idealerweise fließendes Wasser statt Wasser aus Seen und Teichen. Wasser, das schlammig oder schmutzig aussieht, verstopft Ihren Filter und verkürzt dessen Lebensdauer weitaus schneller, als wenn Sie klares Wasser durchlaufen lassen. Vergessen Sie niemals, dass auch klares Wasser mikroskopisch kleine Bakterien, Viren und Protozoen (Parasiten) enthält.
Wenn Sie mehr über Wasser erfahren möchten, das sich nicht mit einem Wasserfilter aufbereiten lässt, lesen Sie unseren Blogbeitrag„Kann mein Lifesaver-Filter Urin filtern?“. Alternativ können Sie sich auch gerne an uns wenden.